Die Verfahren

Methodisch basiert meine Arbeit auf der Systemischen Beratung/Therapie, dem schematherapeutischen Coaching und den neuesten Erkenntnissen der Neuropsychologie. In der Vorgehensweise ist sie am ehesten im Zwischenraum von Coaching und den klassischen Therapieformen der Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie zu beheimaten.

Systemische Beratung / Therapie

Der systemisch-konstruktivistische Ansatz, nach dem ich arbeite, betrachtet das Fühlen, Denken und Verhalten des Einzelnen immer in seinem Zusammenhang. Gemeint ist damit die soziale Umgebung, in die jeder während unterschiedlicher Lebensabschnitte eingebunden ist oder war und den Wechselwirkungen, die sich daraus ergeben. Wir sind soziale Wesen und jeder von uns ist von ganz eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Lebensstrategien geprägt. Diese bringen wir in unsere Beziehungen ein und dort begegnen sie den Gefühlen, Bedürfnissen und Lebensstrategien der anderen. In diesem Zusammentreffen hat sich unsere Wahrnehmung entwickelt und hier ist der Großteil unserer emotionalen Welt entstanden. Jeder hat sich in seinem Leben und in den Beziehungen mit anderen „eingerichtet“. Die Chancen und Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben haben, sind nicht willkürlich passiert, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Jeder von uns gestaltet – bewusst oder unbewusst – Beziehungen und sein Leben nach den Erfahrungen die er „kennt“. Der Vorteil dieses Ansatzes ist: wenn einem klar wird, wie man sein eigenes System mitgestaltet, kann man gezielt auf dessen Verbesserung Einfluss nehmen. 

Schemacoaching / Innere-Kind-Arbeit

Die Schematherapie ist eine integrative Therapieform, die zur dritten Welle der kognitiven Verhaltenstherapie zählt. Sie geht davon aus, dass während des Aufwachsens nachteilige Schemata entwickelt werden, die sich in unserem emotionalen Erleben dauerhaft festsetzen. Als solche reaktivieren sie in neuen Situationen fortlaufend ein altes, destabilisierendes Gefühlsmuster und rufen damit sogenannte Modi hervor. So werden innere „Verfassungen“ bezeichnet, die sich als kindliche Gefühle, innere Kritiker und in bestimmten Bewältigungsreaktionen zeigen. Schemacoaching ist eine modifizierte Form der Schematherapie. Ziel der Methode ist es, eine Art inneren Kompass zu entwickeln, mit dem man aus unvorteilhaften Verhaltens- bzw. Erlebnismustern heraus und damit in neue Erfahrungen hineinfindet. Als wissenschaftlich fundierter Ansatz bietet Schemacoaching eine emotional sehr wirksame wie verantwortliche Vorgehensweise für die nachhaltige innere Teilearbeit und damit auch für die Arbeit mit dem sogenannten inneren Kind.

Neuroplastitizitätstraining

Die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie zeigen, dass die strukturbildenden Prozesse des Gehirns konstruktiv beeinflusst werden können. Positive Veränderung ist damit erlernbar und ein individuell steuerbarer Prozess. Das Ziel ist es, selbstwirksam einen Zustand grundlegender Glücksfähigkeit zu fördern und ein stabiles Empfinden von Zufriedenheit. Neuroplastizitätstraining basiert auf einer Kombination von Achtsamkeitsübungen, der bewussten Lenkung von Aufmerksamkeit und Imaginationstechniken. Die Methoden, die ich anwende, orientieren sich an dem PNT-Training des US-Neuropsychologen Rick Hanson und der Hypnotherapie nach Milton Erickson.